Unsere Tagung „Eine andere Schule ist möglich“ war ein sehr schönes Ereignis. Es gab spannende Vorträge von Christian Füller, Sabine Czerny und Johannes Stüttgen und danach viel Gespräch und Austausch in einer Podiumsdiskussion, einem Gesprächskreis und natürlich auch in den Pausen. Im Zentrum der Beratungen und Auseinandersetzungen standen die gegenwärtige Krise der Schule, die Frage nach neuen Formen der Leistungsdarstellung jenseits von Schulnoten und die Erforschung des Begriffs der Freiheit. Viele neue Beziehungen sind entstanden, Kontakte wurden geknüpft. Demnächst wird es einige Videoaufzeichnungen geben. Hier zunächst Fotos von Michael von der Lohe.
Wir laden Sie herzlich ein zu der Tagung „Eine andere Schule ist möglich – Ideen und Aktionen für ein freies, vielfältiges und selbstverwaltetes Schulwesen“, die am 5. und 6. Mai 2012 in Berlin stattfinden wird. Es ist uns gelungen, Sabine Czerny, Johannes Stüttgen und Christian Füller für Vorträge, eine Podiumsdiskussion und ein gemeinsames Seminar zu gewinnen.
Seit Februar 2012 gibt es einen neuen Arbeitskreis zur Schulfrage. Wir treffen uns jeden 1. Donnerstag im Monat um 19 Uhr im Berliner Büro des OMNIBUS. Das nächste Treffen ist am Donnerstag, dem 5. April 2012. Der Arbeitskreis ist öffentlich und jeder ist herzlich eingeladen. Ort: Haus der Demokratie und Menschenrechte in der Greifswalder Straße 4, erreichbar ab Alexanderplatz mit der Straßenbahnlinie M4, Haltestelle "Am Friedrichshain". Das OMNIBUS-BÜRO ist da im 2. Hof im 3. Stock.
Am 1. Dezember findet die Anhörung der Brandenburger Volksinitiative "Schule in Freiheit" im Landtag in Potsdam statt. Die Volksinitiative setzt sich für ein vielfältiges und selbstverwaltetes Schulwesen ein. Sie fordert mehr Selbstständigkeit für die staatlichen Schulen und die freie Zugänglichkeit der Schulen in freier Trägerschaft unabhängig vom Einkommen. Dafür haben innerhalb von fünf Monaten 38.186 Menschen unterschrieben.
Gestern haben Parteitage der SPD und CDU den Koalitionsvertrag beschlossen, mit dem die beiden Parteien in den nächsten Jahren in Berlin regieren wollen. Er enthält im Hinblick auf die Gestaltung des Schulwesens folgende Passagen:
Auch in Österreich setzen sich die Bürger für grundlegende Reformen im Schulbereich ein. Ein breites gesellschaftliches Bündnis hat einen Katalog mit 12 Forderungen zusammengestellt und das Volksbegehren „Bildungsinitiative“ gestartet. Gefordert wird an erster Stelle „ein modernes, unbürokratisches und weitgehend autonomes Schulsystem. (…) Das heißt: (…) Schulleitungen und LehrerInnen erhalten Gestaltungsflexibilität. Für die Festlegung der pädagogischen Ziele und das Personalmanagement sind die Schulen autonom zuständig.“
Berlin hat gewählt. Das Ergebnis ist vielversprechend im Hinblick auf die zukünftige Gestaltung unserer Schullandschaft. Beide möglichen Koalitionspartner der SPD haben im März, als unsere Volksinitiative im Berliner Abgeordnetenhaus beraten wurde, gute und gehaltvolle Vorschläge aufgestellt, die sie danach auch in ihrem Wahlkampf vertreten haben. Jetzt kommt es darauf an, in den Koalitionsverhandlungen aus diesen Vorschlägen Vorhaben zu machen und die nächsten Schritte hin zu einem vielfältigen und vitalen Schulwesen in die Wege zu leiten.
In welche Richtung soll sich unser Schulwesen entwickeln? Mehr Vielfalt? Mehr Freiheit und Eigenverantwortung, insbesondere für die staatlichen Schulen? Eine gleichberechtigte Finanzierung der Schulen in freier Trägerschaft, so dass diese ohne Schulgeld zugänglich werden? Oder weiterhin das Prinzip der bürokratischen Fremdverwaltung (der staatlichen Schulen) und der finanziellen Bestrafung und Privatisierung der eigenständigen Schulen (in freier Trägerschaft)? In wenigen Wochen können wir diese Gesichtspunkte in unsere Wahlentscheidung einfließen lassen. Bei der Abgeordnetenhauswahl am 18. September. Und schon jetzt können wir die Kandidatinnen und Kandidaten, die sich zur Wahl stellen, befragen, wie sie sich die zukünftige Schullandschaft vorstellen: auf der Internetplattform abgeordnetenwatch.de
In einem Pressegespräch haben wir heute ein erstes Fazit gezogen und einen ersten Ausblick in die Zukunft gewagt. Henning Graner, Laura Ehrich, Wladimir Kaminer, Martin Hoyer, Kurt Wilhelmi und die anwesenden Besucher und Aktivisten stimmten darin überein, daß die Volksinitiative eine wunderbare Aktion war und daß es sich lohnt, ja dringend notwendig ist, diese Arbeit weiterzuführen.
Wir laden herzlich ein zu unserem Pressegespräch am Mittwoch, dem 4. Mai 2011. Nach der Behandlung der Volksinitiative im Berliner Abgeordnetenhaus wollen wir ein erstes Fazit ziehen und einen ersten Ausblick wagen. Mit dabei sein werden als Vertrauenspersonen der Volksinitiative Laura Ehrich, Henning Graner und Kurt Wilhelmi, desweiteren der Buchautor Wladimir Kaminer und vom PARITÄTISCHEN Martin Hoyer.